Die Reformation braucht eine Reform nach 500 Jahren

Unter der Schädeldecke ist es nur scheinbar ruhig. Ca. 86 Milliarden Nervenzellen kämpfen energetisch ums Überleben. Wandern herum, probieren neue Verbindungen, vergebliches Tun und das Neuron wird eliminiert (Jäten). Wie in der Marktwirtschaft! Auf der Welt leben 8 Milliarden Menschen und schaffen, dies sind im Vergleich nur 10% gegenüber dem Gehirn. Und immer generiert dieses Suchen und Tun Lösungen. Und dies Aktivität gibt uns unbewußt Hinweise (Appentenzgefühle in Sprache und Handlungen).

Vor 500 Jahren begann die Reformation. Das Gebet "Vaterunser" bleibt unverändert: "Vater unser im Himmel." Zu Zeiten Luthers war es nicht möglich, den Himmel über uns zu erforschen, nur Regen, Sonne, Wind usw. kamen von oben, eben vom Himmel. Der Tagesablauf wurde vom Wetter bestimmt. Daher war es leicht anzunehmen, dass wir vom Himmel aus gelenkt werden. "Vom Himmel hoch, da komm ich her", war und ist wörtlich gemeint. Der Spruch aus Lukas 2:14 "Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen" passt ebenfalls. "Jesus aufgefahren gen Himmel." Oben über den Wolken wirkt Gott und auf der Erde lebt der Mensch. Mit der Himmelsleiter kommen wir nach oben. "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind."
Die Kirchen wurden hoch gebaut, dem Gott näher. Unsere verstorbenen Verwandten sehen uns von oben, so die übliche Vorstellung.
Die Raumfahrt zeigte ab dem Jahr 1961, der Himmel ist leer. Ein Umdenken wurde notwendig. Inzwischen wird der Ort des Himmels diffus erklärt (vierte Dimension (Jesuit Prof. Hans Goller), hinter der Milchstraße ist noch viel Platz, Entfernung ist unwichtig, den Gott kann alles). Fast unbemerkt wird der Himmel heute anders definiert. Schon Luther formuliert: "Wo Gott wirkt, da ist der Himmel im Grunde überall. Gott ist heruntergekommen auf die Erde."

In den religiösen Texten wird der Begriff HERR genutzt, Z.B. "den Herrn bitten. Herr, hilf uns!". Die Herren waren die Mächtigen mit all den guten und egoistischen Eigenschaften eines Menschen. Und durch das viele Geld ist die Gier zwangsläufig. "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt." Markus 10,25

Ahnte Giordano Bruno schon: "Gott als Einheit sich offenbart in einem System unendlicher Einheiten, die nicht qualitätslose Atome, sondern von so unendliche Lebensfülle sind, daß alles in allem sind."

Wie und wo wirkt also Gott?
These: Es sind die persönlich machbaren Erfahrungen, dass wir nicht frei entscheiden, sondern durch einen Helfer behütet und gedrängt werden "Die Ahnung ist die Quelle der Religion." formuliert Jakob Bosshart - Schriftsteller, 1862-1924. Es bedarf kein Gottesmodul im Gehirn, um die religiösen Aktivitäten zu erklären. Religion ist Einsicht. Nur einen kleinen Teil unseres Tuns bestimmen wir selbst. Wir folgen unbewußt den Anweisungen im Tun und Sprache. In der Neurobiologie nennt man dies Appetenz - Handlungsdruck von innen.

Die Religion der Quäker vermuten, das Licht Gottes in jedem Menschen wohnt.

Heute wissen wir, das Gehirn ist deutlich aktiver als gedacht. Ca. 86 Milliarden Neuronen und ebenso viele Astrozyten sind aktiv, suchen Lösungen. Es ist ein gewaltiger und wissender Mikrokosmos in uns aktiv! Die Neurotheologie sucht leider mit einfachen Ansatz (Gottesmodul, Regelkreise). Ein Vergleich: Auf der Erde tun ca. 8 Milliarden Menschen täglich, im Gehirn kämpfen über 86 Milliarden Neuronen ums tägliche Brot. Davon merken wir außen wenig. Im Traum erleben wir Details davon. Der Mensch denkt, die Glia lenkt.

Über die Sprache (zeitliche Korrelation von Sprache und nonverbalen Vorgang) haben wir Zugang zu diesem Mikrokosmos in uns und dieser gibt mit all seinem evolutionären Wissen und der Neuron-Glia-Interaktion Hinweise zurück. Beten und Meditation sind Kontaktaufnahme mit dem Mikrokosmos in uns. Es gibt keinen Gott im Himmel.

Mit der Annahme, dass Gott in uns wirkt, optimiert dieser egoistisch, sichert die eigene Existenz. Und je nach Sprache bemerken wir den Mikrokosmos in uns unterschiedlich. Dies ermöglicht eine Neubewertung der Bibeltexte. Der Teufel ist ein Teil des wirkenden Gottes in uns. Dieser Teil bejaht Lüge, Betrug, Gier, Verdrängung usw. Viele Bibeltexte beschreiben dieses menschliche Tun. Nur weil wir den anderen brauchen (Arbeitsteilung), sind wir gütig, helfen wir. "Wie ich Dir, so Du mir." Die Gebote in der Bibel zeigen, dass der Mensch eigentlich ein Egoist ist. Die Gebote sollen diesen Egoismus bändigen. Die zehn Gebote

Im Gehirn ist ein allgemein gültiges Prinzip ist verwirklicht, gewachsen mit der Evolution. In der Wirtschaft nennt dies Adam Smith die "unsichtbare Hand". Es ist inzwischen geklärt, wie diese Hand wirkt (Konkurrenz, Angebot und Nachfrage). Wir verhalten uns nach thermodynamischen Gesetzen. Leben ist geordnete Materie. Wegen der Entropie ist die Ordnung nur durch Energienutzung zu erhalten. Dies bewirkt einen Effizienzdruck usw.

Fazit: Nach 500 Jahren den Gott vom Himmel holen. Er wirkt in uns ohne Kontakt nach oben. Diese Gedanken haben das Potenzial, den Spuk und das Morden zwischen den Religionen zu beenden.


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